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Die Kamele Eliezers und die Elephanten des Porus. Typologie und ’Parallèle’ in Historien von Nicolas Poussin, Sébastien Bourdon und Charles Le Brun

Katharina Krause

Krause, Katharina, "Die Kamele Eliezers und die Elephanten des Porus. Typologie und ’Parallèle’ in Historien von Nicolas Poussin, Sébastien Bourdon und Charles Le Brun", dans Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft, n° 24, 1997, p. 213-230.

Extrait de l’article

Die ’Querelle des Anciens et des Modernes’ prägt die Debatte um Kunst und Literatur während der Regierungszeit Ludwigs XIV. Sie ist nicht allein ein Streit um die Frage, welchem Zeitalter der Vorrang in allen Lebensbereichen gebühre, sondern trägt eine Wende im Verständnis von Zeit und Geschichte in sich. Die ’Modernen’ eröffnen die Möglichkeit der Abkehr vom Denken in der zielgerichteten, noch nicht abgeschlossenen Heilsgeschichte. Zeit kann als linear und Geschichte als offen begriffen werden. Was innerhalb der Texte zur ’Querelle’ im Hintergrund und zwiespältig bleibt, war in den Jahren zuvor in der Malerei entschieden worden, aus der Notwendigkeit heraus, in der Produktion für den Hof zu klaren Lösungen zu kommen. In den Gemälden Nicolas Poussins auf der einen Seite, in den Diskussionen der Académie Royale de Peinture et de Sculpture auf der anderen Seite äußert sich schon in den 60er Jahren des 1 7. Jahrhunderts derselbe grundlegende Wandel in der Auffassung von Zeit, der einige Jahre später den von den Zeitgenossen kaum aufgedeckten Grund der ’Querelle’ in der Académie française bilden sollte.

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