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Louis-Francois Cauchy und die Grablege der Könige in Saint-Denis. Rekonstruktion einer Inschrift

Hermann Krüssel

Krüssel, Hermann, "Louis-Francois Cauchy und die Grablege der Könige in Saint-Denis. Rekonstruktion einer Inschrift", Francia 41/2014, p. 403-420

Extrait de l’article

An der Westfassade der Kathedrale von Saint­Denis ist eine Inschrift angebracht, deren Text durch Ausbesserungsarbeiten kaum noch zu lesen ist. Sie verteilt sich auf zwölf Zeilen; zwei Namen ragen durch größere Buchstaben hervor: NAPOLEO und PHILIPPVS. Bei näherem Hinsehen erkennt man, dass es sich um sechs Verse, jeweils auf zwei Zeilen verteilt, handelt: Je zwei Verse ergeben als Hexameter und Pentameter ein Distichon. Abgesehen von der vierten Zeile, also von der zweiten Hälfte des ersten Pentameters, hat der Bildhauer die Verse zentriert angeordnet. Eine Rekonstruktion der Verse ergibt folgende Inschrift:

aedem, vbi dena cinis regvm per saecla qvierat,
tempestate fvrens dirvit vna dies.
sed, dvm NAPOLEO reparat res ordine cvnctas,
reddit templa DEO regibvs et tvmvlos.
rvrsvm pendet opvs, nam concidit ipse rvina,
at, qvi perficeret coepta, PHILIPPVS erat.



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